
Der Leser, der den Zug hörte
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Die Bergbuchhandlung erhält ein Reisetagebuch ohne Namen.
Als die Besitzerin die dritte Seite liest, hört sie vor dem Fenster das gleiche Zuggeräusch.
Im Tagebuch steht, dass die Bremsen des Morgenzuges wie ein langer Seufzer klingen.
Ein regelmäßiger Leser sagt, er habe dieses Geräusch auch gehört.
Sie wenden sich dem Ende zu und sehen, dass jede Seite ein Blatt von einer anderen Station enthält.
Doch als die Besitzerin das letzte Blatt sieht, verstummt sie plötzlich.
Es ist ein Blatt aus dem alten Banyanbaum vor der Buchhandlung, keine Szenerie aus der Ferne.
Erst dann hört der Leser, wie das kleine Radio hinter dem Tresen die Ansage eines alten Bahnhofsvorstehers abspielt.
Es stellte sich heraus, dass der Autor des Tagebuchs Schwierigkeiten beim Gehen hatte, aber jeden Tag dem Geschehen zuhörte, das auf dem Bahnsteig vorbeizog.
Der Besitzer sagt, dass man für manche Fahrten keine weiten Strecken zurücklegen muss; man muss sie nur wirklich hören.
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